Abends hab ich noch bisschen Australia Open geguckt und bin dann müde ins Bett gefallen, voller Vorfreude auf die nächsten drei Tage. Ich schlief diese Nacht im Next Backpackers, welches man nur empfehlen kann. Es ist modern und mit allem Wichtigen ausgestattet.
Als um 6 der Wecker klingelte war ich sowieso schon wach, da ich schlecht schlafen konnte. 7:25 Uhr holte ein Bus ein paar andere Leute und mich vom Hostel ab. Wir wurden zu einem Hafen gefahren, an dem wir unser Gepäck abgaben und fuhren danach zum Fährhafen. Wir stiegen auf eine Fähre und das Abenteuer begann. Nach einer Stunde Fährüberfahrt wurden wir von unseren Guide Heyden auf der sonnigen Insel Fraser Island empfangen. Uns wurden einige Belehrungen gegeben, bevor der Spaß begann. Da Fraser Island die größte Sandinsel der Welt ist, gibt es dort auch keine richtigen Straßen, außer halt Sandstraßen. Deswegen ist es dort auch nur erlaubt, mit einem 4WD zu fahren. Unser Bus war speziell dafür gebaut worden und fasste 28 Leute. Nach der Einweisung fuhren wir gleich zu den ersten Drei Anlaufstellen des Tages. Das war als erstes der Basin Lake, ein See mitten auf einer Düne, umrandet vom subtropischen Regenwald. Danach gab es Lunch an der Central Station mit einem zweiten Spaziergang durch den Rainforest. Bei diesem Spaziergang sah ich einen glassklaren Creek. Das Wasser was dort aus der Erde hochgepresst wurde konnte man sogar trinken. Ja genau, das helle da ist Sand und darüber ist Wasser;) Für die, die es nicht sehen können. Unser letzer und schönster Stopp dieses Tages war der berühmte Lake McKenzie, an dem wir auch endlich das ersehnte Bad nehmen konnten. Weißer Sand, fast leere Strände und glassklares Wasser soweit das Auge reicht.
Einfach nur geil. Gegen halb 6 in unserer Unterkunft in Kingfisher Bay auf der Westseite der Insel angekommen, bekamen wir unsere Rucksäcke und bezogen unsere „Wilderness Lodge“. Diese Appartements mit jeweils 4 Räumen waren besser als so manches Hostel was ich vorher gesehen habe. Abends gab es asiatisches Buffet.
Am nächsten Morgen fuhren wir 8 Uhr mit dem Bus zum Strand, um am 75 Mile Beach zum India Head zu fahren. Auf diesem Weg sahen wir auch endlich Dingos:) Diesmal sogar richtig lebhaft am Strand langrennend. Stopp vor dem Aussichtspunkt war Colored Sands. Vom India Head, einen 75m über dem Meeresspiegel gelegenen Aussichtspunkt sahen wir Stachel- und Mantarochen und sogar Haie.
Am Strand gab es Mittag und mit vollem Magen ging es weiter zu den Champagne Pools, mehreren Wasserbecken, die durch die Wellen gefüllt werden und dadurch Wasserblasen vom Boden aufsteigen. Auf dem Rückweg machten wir einen Zwischenstopp am Maheno Shipwreck, einem gestrandeten Krankenschiff des ersten Weltkrieges, welches eigentlich nach Japan transportiert werden sollte und dort als Metalllieferant dienen sollte. Der letzte Stopp an diesem Tag hieß Eli Creek, einem 18°C kalten, glassklaren freshwater River in dem ich sogar zwei Aale gesehen habe. Das war mal eine richtige Erfrischung darin zu baden. Dort gab es auch Tea, Coffee, Muffins und Cookies. Bevor es aber wieder nach Hause ging spielten wir ein grandioses Spiel. Unser Guide entdeckte Löcher im Sand un stoppte um mit uns Shell-Race zu spielen. Jeder grub das Loch auf und holte iene Muschel aus dem Boden. Danach stellten wir uns im Kreis auf und legten die Muscheln auf den Boden. Derjenige, dessen Muschel als erstes im Boden war hatte gewonnen. Gegen 6 Uhr im Resort angekommen gab es diesmal Pizza & Pasta Abendbrot. Da einige nur die Zweitages Tour gebucht haben verließen diese uns.
Am letzten Tag fuhren wir schon halb 8 los, da wir die ersten am Lake Wabby sein wollten. Einem See, der irgendwann einmal von der davorliegenden Sanddüne verschlungen wird. Dort konnten wir eine Weile baden und uns endlich an diesen scheiß Riesenfliegen rächen, in dem wir sie den im See lebenden Welsen zum Fraß vorwarfen. Auf einmal waren wir von ungefähr 40 armlangen Welsen umzingelt. Nach der „Erfrischung“ (der See war 24°C) fuhren wir in ein anderes Hotel an der Ostküste um Mittag zu essen. Abschluss dieser tollen Tour war nochmals ein Lake McKenzie ähnlicher See namens Lake Birrabeen, bloß mit dem Unterschied, dass viel weniger Leute dort waren, da es schwerer war dorthin zu kommen.
Diese Tour war einach klasse, ein toller Guide, der über alles bescheid wusste, jede menge Witze machte und ein toller Fahrer war. Danke
Wir fuhren mit der 5 Uhr Fähre wieder nach Hervey Bay und mit einer Stunde Verspätung ging es dann mit dem Bus um 9 in das 13h entfernte Airlie Beach, dem Ausgangspunkt für meine nächste Tour, der 2 Tage/2 Nächte Whitsunday Island Segeltour.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen