Freitag, 26. Februar 2010

Sydneybesuch von einer ganz tollen Person: 09.02. - 18.02.

Nachdem am Dienstag aus dem Hostel ausgecheckt bin und am Domestic-Flughafen von Cairns ankam, hatte ich noch ein wenig Zeit bevor mein Flieger zurück nach Sydney ging. Ich vertrieb sie mir mit Lesen der Rückseiten der im Moment am beliebtesten Bücher Australiens im Buchshop. Geflogen bin ich mit Virgin Blue. Eigentlich eine gute Fluggesellschaft, wenn es nicht so eine bibbernde Kälte in diesem Flugzeug gegeben hätte. Blanket? Nein, Billiaairline. Essen und TV muss man auch alles extra bezahlen. Naja, nach 4h kam ich dann total durchgefroren in Sydney an und fuhr mit dem Airport-Shuttle in das schon bekannte Base Hostel im CBD. An diesem Tag passierte eigentlich nicht mehr viel außer Felix auf Billig-Nahrungssuche und Schlafen, da ich am nächsten Morgen schon halb 5 aufstehen musste. Ich hievte meine Sachen zur Rezeption, checkte aus, stieg in den noch am Tag zuvor bestellten Airport-Shuttle und fuhr wieder zum Flughafen. Diesmal aber zum internationalen. Gegen 7.30Uhr konnte ich dann endlich den schon lange erwarteten Moment genießen :)
Danach fuhren mit dem Airport-Shuttle zurück in die Kent Street, diesmal aber nicht ins Hostel sondern in ein echt geiles serviced Appartement. Da es noch zeitig am Morgen war, konnten wir noch nicht einchecken und deswegen liefen wir erst mal noch ein bisschen durch die Stadt. Unteranderem schon zum Hyde Park, Anzac Denkmal und Darling Harbour. Danach wurde eingekauft und zurück ging es zum Hotel. Da alle ziemlich müde waren passierte an diesem Tag nicht mehr sehr viel. Der nächste Tag begann mit einem ausgedehnten Spaziergang am Darling Harbour. Wir gingen in den Chinese Garden of Friendship, in dem man einfach eine tolle Auszeit von der busy Stadt Sydney nehmen kann. Danach ging es weiter durch die Darling Harbour Shopping Mall zur Welcome Mall. Anschließend besuchten wir das Maritime Museum mit vielen schönen verschiedenen Ausstellungen. Nach der Überquerrung der Darling Harbour Brücke ging es in das Sydney Aquarium. Ein wirklich sehr schönes Aquarium. Mir haben die Dugongs am meisten gefallen. Danach ging es wieder zurück ins Hotel. Für den Freitag hatten wir einen Tagesausflug in die Blue Mountains gebucht. Wir wurden früh halb 7 in der Nähe unseres Hotels abgeholt und fuhren nach einer Stunde kostenloser Stadtrundfahrt (Abholen anderer Gäste aus der ganzen City) in Richtung Blue Mountains. Unser erster Stopp war im Featherdale Nationalpark. Dieser Park ist einfach toll, da man von Schlangen über Koalas und Kängurus bis zu Wombats alles anfassen darf und KOSTENLOS Bilder machen kann. Weiter ging es zu einem Sportplatz, an dem uns unser Guide erklärte, wie man einen Australischen Boomerang richtig wirft. Ich schaffe es schon, ihn wieder zurück kommen zu lassen aber die richtige Richtung zu finden, damit der Wind nicht stört erfordert schon seine Übung. Dann kamen wir am Hauptziel unseres Ausfluges an. Dem Lookout zu den Three Sisters. Amazing. Nach einigen Fotos wurden wir ungefähr 2km weitergefahren um dann mit der steilsten Bahn der Welt in das Tal zu fahren, in dem man Regenwaldtouren laufen konnte. Wieder auf ging es mit der Seilbahn. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir an einem tollen Lookout vorbei, an dem man eine super Sicht auf einen sehr hohen Wasserfall hatte. Danach kamen wir in ein kleines Dörfchen, in dem glaube ich die Hauptattraktion der alte Candy Shop ist. Wieder in Sydney angekommen, wurden wir durch den Olympiapark zum Fluss geschafft, an dem eine Fähre auf uns wartete, die uns wieder in den CBD brachte. So endete dieser Tag. Am nächsten Tag stand die Oper auf dem Plan. Und zwar von innen. Wir kauften die Tickets für die Essential Tour und wurden durch fast alle Konzert- und Theaterräume der Oper geführt. Nur der Opernsaal konnte nicht betreten werden, da an diesem Abend La Traviata aufgeführt wurde. Der Orchestersaal ist aber viel schöner, wurde uns vom Guide gesagt. Da uns die Oper so gefallen hatte, buchten wir für den Abend ein Sinfoniekonzert des Sydney Philharmonic Orchestra. Gespielt wurde Don Juan von Strauss, zwei Stücken von Mahler und seine erste Sinfonie. Einfach nur unbeschreiblich. Ja ich weiß, manche verstehen mich nicht, aber in so einem Saal und so ein Orchester. Ist schon echt mega schön. Der nächste Tag war ziemlich verregnet gewesen. Deswegen entschieden wir uns einen Besuch in der WildLifeWorld ab zustatten. Man sah die üblichen Tiere aber auch viele neue, die ich noch nicht gesehen hatte. Da wir noch viel Zeit hatten, entschlossen wir uns zum Powerhouse Museum zu gehen. Das ist ein Museum was sehr auf Technik und Wissenschaft ausgerichtet ist. War aber extrem interessant gewesen. Da der nächste Tag mit Sonne begann, wurde dieses Mal der Botanische Garten unter die Lupe genommen. Nachdem wir uns dort eine Weile unsere Beine vertreten hatten, gingen wir zum Circular Quay und fuhren mit der Fähre zum Toronga Zoo. Dem, soweit ich weiß, größten Zoo Australiens. Er ist echt toll aufgebaut. Dadurch, dass er an einem Hang liegt, hat man fast immer einen Blick auf die Skyline Sydneys. Eine besondere Attraktion ist dort gerade der kleine Elefant, den man aber leider nur zur Vorführung sieht. Es hat sich aber trotzdem gelohnt. Alleine schon wegen der Schimpansen. Die sind so toll. Vor allem die Kleinen :) Mit der Fähre ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt und dann liefen wir durch viele Geschäfte wieder zurück zum Hotel. Mit shoppen begann auch der letzte Tag. Und so endete er auch. Wir wollten noch zum bekannten Paddy’s Market gehen. Der hatte aber an diesen Tag leider geschlossen. Also vertrieben wir uns so noch die Zeit im Shopping Center darüber und gingen dann zurück zum Hotel.
Der letzte Abend war noch mal Atemberaubend, da wir im Skytower Restaurant Essen waren. Eine mega tolle Aussicht von der, sich drehenden Platform. Essen war super und die Sicht hat auch gestimmt.
Und dann hieß es schon wieder Abschied nehmen :( Die Woche ging so schnell vorbei aber es war einfach nur wunderschön gewesen. Vormittag gingen wir noch ein wenig durch die Stadt, bis uns schließlich gegen 14.00Uhr das Taxi zum Flughafen abholte. Der Abschied war noch viel schlimmer als das letzte Mal. Danke für diese wundervolle Zeit.
Nachdem wir dann leider getrennt wurden, musste ich noch eine halbe Ewigkeit warten, bis endlich ein Airport-Shuttle voll war, um wieder zurück ins Base Hostel zu fahren. Mein vorerst letzter Tag in Sydney begann, dass ich gegen 10.30Uhr vom Hostel abgeholt wurde und wieder per Airport-Shuttle, :D ja ich weiß… , zum domestic Flughafen gebracht wurde. Ich habe mich doch noch in letzter Sekunde fürs Flugzeug entschieden, da es genauso teuer war aber ich viel schneller in Melbourne ankam. Eingecheckt, was gegessen, ins Flugzeug und auf ging es in die Hauptstadt Victorias.

Zusammenfassung Ostküstentour

Joa und jetzt versuch ich doch mal die schwere Aufgabe zu übernehmen meine erste große Travelexperience in Australien zusammen zufassen. Ich war seit dem 05.01. mit dem Greyhoundbus unterwegs gewesen. Am 09.02. kam ich schließlich wieder in Sydney an. In 35 Tagen habe ich über 2600km zurückgelegt. Dabei waren Busfahrten von 2h bis über 12h gewesen. Es gab mega tolle Ausflüge wie zum Beispiel der Trip in das Koalakrankenhaus, Leuchttürme, viel Regenwald, übergroßes Obst, botanische Gärten, Lagunen, sandige Inseln, weiße Strände, glassklares Wasser, mega viele verschiedene Tiere, hohe Häuser, Wasserfälle und noch vieles vieles mehr. Ich traf so viele tolle Leute aus vielen verschiedenen Ländern, sprang aus einem Flugzeug, spazierte durch meterhohen Regenwaldflur, schlief auf einem Boot, schwamm in natürlichen Jacuzzis, …. Es gab so viele tolle Sachen die ich unternommen habe. Und das war erst auf meiner ersten Reisetour. Doch leider gehen die schönen Zeiten immer sehr schnell vorbei und das Geld wird sehr schnell weniger. Die Ostküste ist es echt Wert zu bereist zu werden. Besonders für Leute die auf viel viel Wasser und Strand stehen. Aber auch für die, die die Action lieben. Man kann einfach so viel machen. Ich hab echt versucht so viel wie möglich mit zu nehmen aber weiß dass ich auch viel auslassen musste, zeittechnisch und auch geldmäßig.

Trotzdem freu ich mich schon auf mein nächstes großes Abenteuer. Wahrscheinlich Phillip Island, Great Ocean Road und Kangaroo Island.

Das ist aber erst nach ein paar Wochen Arbeit hier in Melbourne möglich. Also drückt mir dir Daumen dass ich bald was finde.

Sonntag, 21. Februar 2010

Eastcoasttrip die Dreizehnte und Letzte: Cairns 05.02. – 09.02.

Here we are. Endstation der Eastcoasttour erreicht. Da man in Cairns extreme viel machen kann reichen eigentlich 4 Tage nicht aus. Da diese Trips aber alle auch ziemlich teuer sind bin ich froh, dass ich nicht mehr machen kann. Cairns ist aber zum Beispiel auch der beste Ausgangspunkt um Tauchtouren zum Reef zu unternehmen. White Water Rafting und Bungee Jumping wird für die mehr adrenalinorientierten Personen angeboten. Das Rafting soll zwar echt geil sein aber ist auch extrem teuer. Und Bungee mit Springen von nur 50m ist auch lächerlich. :D
Ich buchte zwei Touren. Die erste war die Cape Tribulation Tour und die andere ging in die Atherton Tablelands.
Am 05.02. hier ins Cairns angekommen, spazierte ich nach dem Einchecken ins Hostel durch die Straßen auf der Suche nach einem Booking Agency. Das ist hier in Cairns kein Problem. Ich buchte die beiden Touren für die nächsten Tage.
Am 06.02. früh halb 7 aufgestanden, wurde noch schnell was gefrühstückt und dann wurden wir 7:15 Uhr abgeholt. Heute ging es nun also zum Cape Tribulation. Unser erster Stopp war ein Wildlife Park. Dort konnte man wieder viele verschiedene bunte Vögel, verpennte Koalas, hüpfende Kängurus, giftige Schlangen, gefräßige Krokodile und noch viele weiter typisch, australische Tiere sehen. Nach den zwei Stunden im Park ging es weiter zur Mossman Gorge. Einen wundervollen Abschnitt eines Flusses, der mich richtig doll an die Raffaelo Werbung erinnert, mit den Steinen im Wasser. Das Wasser war zwar mega kalt, aber sehr erfrischend nach der Busfahrt und dem heißen Wetter. Weiter ging es zu unserem Lunchpoint, an dem wir ein nicht so tolles Mittagessen bekamen wie gewohnt. Von dort aus ging es mit dem Boot den Fluss hinab. Wir sahen viele Krokodile in der Sonne liegen. Nach einer Stunde hatten wir dann wieder Festland unter den Füßen und es ging mit dem Bus weiter zum Cape Tribulation. Von dort hatte man eine wundervolle Aussicht auf das Meer und über die Bucht dieses Kaps. Von dort konnte man auch sehen, wo Steve Irwin vom Rochen erstochen wurde. Es wurde eine Fahne als Andenken für ihn ins Meer gestellt an der Stelle wo er starb. Da es in dieser Jahreszeit nicht von Vorteil ist ohne Stinger Suite in das Meer zu gehen vertrieben wir unser Zeit durch Fotos schießen und ganz neue Einstellungen zu finden ;) Auf dem Rückweg überquerten wir den vorher befahrenen Fluss via Cable Ferry und dann ging es schon zurück ins Hostel. Gegen Abend um 7.00Uhr kamen wir dann ziemlich erschöpft wieder im Hostel an.
Am nächsten Tag konnte ich eine halbe Stunde länger schlafen und dann ging es wieder los zur nächsten Tour. Diesmal: Atherton Tableland. Ich freute mich schon die ganze Zeit auf die vielen Bademöglichkeiten. Unser erster Halt war ein Flussabschnitt, an dem es eine natürliche Wasserrutsche gab. Die Steine bildeten eine schiefe Ebene auf der man durch das permanente Wasser was runterfloss, rutschen konnte. Mega geil :) Nach einer Stunde Badespaß ging es zu einem kurzen Zwischenstopp, an dem man super leckere Bananen (5Stück für 1 Dollar) kaufen konnte. Nach diesem Zwischensnack fuhren wir zum ersten Wasserfall des Tages. Der über 40m hohe Wasserfall ist einer der höchsten in Australien. Zu Beginn standen wir am Fuße des Wasserfalls, danach fuhren wir aber zum oberen Teil, an dem es auch Lunch gab. Der nächste kurze Fotostopp war ein kleines, verschlafenes Dörfchen, in dem ein über 500 Jahre alter Baum zu sehen war, der 3 Jahre zuvor um fiel. Der war schon echt riesig im Durchmesser. Weiter ging es zu einem kleinen Tümpel, in dem wir Platypusse suchten… und auch fanden. Achja Platypus heißt Schnabeltier. Da die übelst süßen Tiere aller ner Minute auftauchen müssen um Luft zu holen hatten wir die Chance diese Tierchen mehrfach zu sehen. Weiter ging es zu einem riesigen Vulkansee. Dort konnten wir sehr viele Turtels sehen, von kleinen Babyschildkröten bis zu richtig großen Exemplaren. Ich ging den Rundweg um den See und kam genau pünktlich wieder zurück als der Bus zum letzten Stopp fuhr. Den Milla Milla Falls, das ist der bekannteste, am meisten fotografierte und meiner Meinung nach auch schönste Wasserfall in Australien. Ich hoffe die Unterwasserkammerafotos sind was geworden, da mir meine Kamera für das rauschende Wasser zu schade war. Nach einem kurzen Schwimmen unter dem Wasserfall fuhren wir zu unserem letzten Stopp. Dem Curtain Fig Tree. Einem über 800 Jahre alten Feigenbaum, der sich schon auf 2 weitere Hostbäume ausgebreitet hat. Amazing!Erst gegen halb 8 wieder im Hotel angekommen war ich noch fasziniert von dieser viel besseren Tour als am Vortag. Morgen wird endlich ausgeschlafen… :)
An meinem letzten Tag schlief ich sehr lange, ging dann Essen einkaufen und dann wurde erst mal Mittagessen gekocht. Danach schaute ich mir die wunderschöne Lagune von Cairns an. Blieb aber nicht allzu lange, da nicht so gutes Wetter war. Ich buchte noch meinen Shuttle zum Flughafen und dann ging es schon wieder zurück nach Sydney.

Absolut Backpackers Mission Beach

Das Hostel ist echt klasse. Ich rief an, bevor ich auf mein Schiff ging, ob ich 23:00 Uhr noch einchecken kann und die freundliche Dame sagte mir, dass es kein Problem wäre und ich sogar abgeholt werde. Fand ich schon echt gut. 23:00Uhr im Hostel angekommen stand schon jemand da, der auf mich gewartet hatte. Wir liefen die 200m zum Hostel, wo ich meinen Schlüssel bekam. Zwar für das falsche Zimmer aber ich war froh überhaupt schlafen zu können. Am nächsten Tag wechselte ich dann das Zimmer ohne weitere Probleme. Erhielt sogar Geld zurück. Alles in diesem Hostel wurde komplett renoviert und ist sauber. Es gibt eine riesen Küche aber leider mit zu wenig Kühlschränken. Die Zimmer waren sauber aber klein und ohne Schränke. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man in diesem Hostel bares Geld sparen kann. Z.B. in dem man Touren bucht. Wenn man aufmerksam in den Backpackerzeitungen guckt, kann man auch Anzeigen für kostenlose Merchandisingartikel finden. Der hosteleigene Bus fährt jeden dahin wo man hin möchte. Also in Mission Beach. Dieser bringt jeden der es will auch am Abreisetag zur Bushaltestelle.

Abschließende Wertung: sehr schönes, sauberes, nettes und freundliches Hostel à Top

Montag, 8. Februar 2010

Eastcoasttour die Zwölfte: Mission Beach 03.02 – 05.02

Und dann war es endlich so weit. Ich kam an dem Ort an, wo ich meinen nächsten Traum auf meiner Australienliste abhacken konnte. Gegen 23.00 Uhr in Mission Beach angekommen bekam ich mein Zimmer und ging ich sofort ins Bett, da ich noch müde von den letzten Tagen war und ich am nächsten Tag zeitig raus musste. 7.30 Uhr wurde ich am nächsten Morgen abgeholt. Da ich schon bezahlt hatte, bekam ich nur eine Liste auf der ich wieder auf die Risiken hingewiesen wurde und unterschreiben musste… das übliche Palaber von wegen Riskant und tödlich. Ich unterschrieb und nahm dann auf dem Wartesofa platz. Dies war übrigens das einzige Skydiving Resort was es gibt. Es wurde echt alles geboten. Plasma-TV mit Sprungfilmen, kostenloser Kaffee & Tee… Ich konnte leider noch nicht in der ersten Gruppe springen. Aber dann ging es los. Wir wurden aufgerufen und uns wurden die Gurte angelegt und es wurden unsere Sprunginstructor bzw. Kameramänner vorgestellt. Wir fuhren zum Flugplatz und dann ging es los. Wir stiegen ins Flugzeug und bei ungefähr 9000feet habe ich mir überlegt dass es doch eigentlich bescheuert ist. Du bezahlst eine Menge Geld für 5 min um aus einem Flugzeug zu springen. Is das Ziel nicht eigentlich gesund wieder zu landen? Sch**** egal. Ich hab mich einfach nur mega darauf gefreut. Und dann war es auch schon so weit. Ich war der Erste, der von 14000feet sprang. Vor mir waren noch zwei, die aus 9000feet gesprungen sind. Wir saßen an der Kante, die Beine hingen raus und schon ging es los. Es war unbeschreiblich. Wer kann schon behaupten, dass er mit 200km/h auf die Erde zugeflogen ist. Sorry ich kann das jetzt nicht alles schreiben was ich mir dabei dachte aber es war einfach nur AMAZING. Die beiden geilsten Momente waren, als man an der Kante des Flugzeugs sitzt und die Beine durch den Wind weggedrückt werden und zum anderen, als der Fallschirm sich öffnet und alles im Körper zusammensackt. Nach ungefähr einer Minute des freien Falls öffnete sich der Fallschirm und ich konnte die restlichen 4 min mit steuern. Nach einer soften Landung wieder auf dem Boden angekommen wurde mir klar: „Das machst du wieder!“. Es macht einfach nur süchtig. Zurück im Jumpingresort wartete ich noch eine halbe Stunde und bekam dann meine DVD mit meinem Video und den Bildern. Ich wurde zurück ins Hostel gebracht wo ich lustiger weise Felix traf, der einen Tag vorher gesprungen ist. Wir gingen zu Woolworths und machten uns dann was zu essen. Nachdem er abgereist war, lies ich mich zu einem Ausgangspunkt für einen Rainforest-Walk bringen. Ich war komischerweise der Erste, der das jemals gemacht hat. Hmm, naja war auch irgendwie ein ganz schönes Stück zu laufen. Zumindest dann vom Ausgangspunkt zurück zum Hostel. Der Rainforest-Walk war nur 3,2 km. Okay, ich muss zugeben, ich war ein wenig unvorbereitet. Oder besser gesagt ich hatte einfach erwartet, dass es ungefähr so war wie sonst auch immer. Also schön Holzweg oder so. Aber ging komplett durch Wald und Gestrüpp. Und ich mit Flip Flops. Ich wusste nicht wonach ich als erstes gucken soll. Ob Krokodiele von links und rechts oder Spinnen und Schlangen von oben und unten. Nach dem ich ungefähr einen Kilometer gelaufen war, kam ich zur ersten Bucht. Ich sah Tausende von kleinen Krebsen, die zurück ins Wasser rannten. Es war nämlich grade low tide. Ich ging weiter. Wieder durch den Regenwald. Als es aber dann richtig laut raschelte drehte ich mich um und sah eine ungefähr 1,50m lange komplett schwarze Schlange hinter mir den Weg überqueren. Oh mein Gott… Ich ging trotzdem Weiter. Nach weiteren 500m auf und ab, und ungefähr 10 durchgelaufenen Spinnennetzen kam ich an einer Kuhweide an. Rechts Kühe, links Creekmündung ins Meer. Auf diesem lockeren Sand konnte man schön Schlangenspuren erkennen. Langsam wurde es mir echt ein wenig unwohl. Als ich dann weiter gehen wollte bemerkte ich, dass der Weg noch schlechter wurde und ich beschloss umzudrehen. Ich war echt glücklich als ich dann wieder am Strand ankam. Also aus dem Regenwald war. Also diesen Walk fand ich 10mal schlimmer als das Skydiven. So jetzt nur noch ins Hostel laufen… Auf Hälfte des Weges sollte normalerweise eine Flussmündung sein. Die fand ich dann auch, nach einer Stunde am Strand langlaufen. Na schön dachte ich mir, das Gleiche jetzt noch einmal. Ich wusste, dass ich an dem Punkt wo ich beim Skydiven gelandet bin nach oben gehen muss um dann auf der richtigen Straße zurück zu gehen. Ich lief und lief und lief aber fand keine Fahne vom Vormittag. Also entschied ich mich zur Strandstraße zu gehen und mal auf der Karte zu gucken, wo ich gerade bin. Es war noch ein ganzes Stück was ich vor mi hatte. Ich wurde sogar von jemand, der auf seinem Balkon saß gefragt, ob ich „lost“ bin. Nach weiteren zwei Stunden kam ich dann endlich wieder im Hostel an. Es war stockdunkel. Ich ging mir noch was zu essen machen und packte danach meine Sachen zusammen.

Eastcoasttour die Elfte: Irgendwo im Great Barrier Reef 01.02. – 03.02.

Auf dem Flyer sah die New Horizon, so hieß das Schiff, viel größer aus, als sie eigentlich war. Diesen Flyer sah ich aber im Reisebüro wo ich die Tour bestätigte auch zum ersten Mal, da ich die Tour ja schon in Port Macquarie buchte, auf Empfehlungen des Hostelchefs... Ich suchte im Hafen schon die ganze Zeit nach einem Schiff, wo 32 Leute mit 4 Crewleuten drauf passen sollten. Als wir dann aber das Boot in Sichtweite hatten, fragte ich mich schon, wie dort 36 Leute drauf passen sollen. Naja wir werden sehen. Wir stellten unsere Tüten (Rücksäcke waren nicht erlaubt, wurde aber gar nicht drauf geachtet) in der Kombüse ab und sollten uns dann am Vordeck einfinden. Dort wurde ein wenig allgemeines Zeug gelabert und die Zimmer eingeteilt. Dann fuhren wir los. Nach ungefähr 3 Stunden aufregender Fahr durch hohe Wellen kamen wir an einer ruhigen Bucht an, die unsere Schlafbucht sein sollte. Dort wurde uns dann auch Dinner bereitet. Baked Fish mit Kartoffelmus und Salat. Nach dem Essen bekamen wird dann noch eine tolle Rede unserer Köchin. „Don’t ask me which time we eat. Breakfast if Breakfast, Lunch if Lunch and Dinner if Dinner. And don’t ask me what to eat. You will see! It sucks to answer the same questions 32 times!” Joa, sehr nett dachte ich mir da bloß. Über 5 Ecken erfuhren wir dann noch, dass wir nicht zu lange machen sollten, da wir am nächsten Morgen schon zeitig raus müssen.
Halb 7 kam unser Diving Instructor auf einem Schnorchel trötend durch die Kajüte und weckte alle. Es gab das typische kostenlose Hostelfrühstück. Toast, Vegemite, Marmelade und Peanut Butter. Schön war, dass man sich zum Müsli Obstsalat nehmen konnte.
Gegen 8.00Uhr erreichten wir unseren ersten Spott, den weltbekannten Whithaven Beach. Also nicht wirklich. Wir fuhren zur anderen Seite, wurden dann mit dem Beiboot zum Strand gebracht, liefen von dort zum Aussichtspunkt und von dort dann runter zum weißen Strand mit kristallklaren, blauen Wasser. Dort hatten wir 3 Stunden Aufenthalt. Ich war eigentlich die ganze Zeit nur im Wasser, da es am Strand einfach nicht auszuhalten war. Es war so heiß. Aber schön :) Besser als Regen oder Sturm. Ich hab sogar von einigen Leuten, die vorher auf den Booten waren und ausgelaufen sind, gehört, dass sie wegen schlechten Wetters nicht zu diesem tollen Strand fahren konnten. Das Wasser war zwar nicht so schön erfrischend wie sonst, da wir eine Stingersuite anhatten, aber besser als gar nicht im Wasser. Sicher ist Sicher. Unser Skipper gab uns einen tollen Vergleich warum man die anhaben muss, aber das schreib ich hier jetzt nicht. Könnt aber gerne fragen. ;) Nach den drei Stunden wurden wir wieder von unserem Beiboot abgeholt. Als alle wieder auf dem richtigen Schiff waren fuhren wir weiter zum ersten Tauchspott. Ominöser Weise war ich irgendwie auf die Liste gekommen, die das erste Mal tauchen wollten. Hmm, hab ich wieder mal was nicht richtig verstanden und einfach „yes“ gesagt :D . Aber egal. Probieren wollte ich es sowieso mal. Da ich erst in der zweiten Tauchgruppe war, konnte ich vorher noch ein bisschen schnorcheln gehen. Wir bekamen wieder eine Stingersuite, auch die Schnorchler, damit wir nicht in Berührung mit den blöden giftigen Quallen kommen. Beim Schnorcheln hatte ich noch einige Probleme, da meine Brille die ganze Zeit beschlagen war. Ich hatte zwar davor schon die Einweisung zum Tauchen bekommen, in der auch erklärt wurde, was man unter Wasser machen muss wenn man die Brille beschlagen oder Wasser in der Brille ist aber beim Schnorcheln ist es ja einfacher. Einfach ab, Wasser rein, raus und schon geht’s wieder. Bevor wir aber zum Tauchen gingen fiel mir aber wieder ein Tipp aus Ägypten ein, den uns der Schnorcheltyp gab. Danach klappte es top ;) Wer es wissen will kann gerne fragen, aber erklären tu ich das jetzt hier nicht. ;) Nach einer dreiviertel Stunde war es dann soweit. Ich bekam meine Weste mit der Flasche auf den Rücken, schnallte den Bleigurt um und ab ging es unter Wasser. Ich hatte vorher auch schon heimlich geübt die ganze Zeit durch den Mund ein und Aus zu atmen. Es klappte top. Und wir waren schneller als ich dachte in 4m Tiefe. Okay, das ist jetzt nicht wirklich tief, aber fürs erste Mal war das okay. Wir wären auch noch tiefer gegangen aber jemand aus unserer Gruppe hatte Probleme mit den Ohren und so blieben wir in dieser Tiefe. Erst war ich noch ein bisschen enttäuscht, da das Riff ziemlich abgestorben aussah, aber das änderte sich dann, je tiefer und je weiter wir dann vom Ausgangspunkt entfernt waren. Ich hoffe bloß, dass wenigstens ein paar Unterwasserbilder was geworden sind. Nach 45min kamen wir dann wieder am Ausgangspunkt an und wir wurden von unserem Beiboot abgeholt und zum Schiff gebracht.
Tauchen war fürs erste Mal eigentlich schon echt schön. Und ich werde es bestimmt wieder machen. Aber auf diesem Schiff war es mir einfach zu teuer.
Wieder auf der New Horizon angekommen, gab es überbackene Nachos als kleinen Zwischensnack. Wir fuhren noch mal etwa eine Stunde und waren dann an der Stelle angekommen, an der wir wieder für die Nacht ankerten. Dinner (Spaghetti) wurde serviert und nebenbei konnte man einen tollen Sonnenuntergang über dem Meer sehen. Komischer weise startete der nächste Morgen wieder um die gleiche Zeit. Ne eine halbe Stunde später. Um 7 wurden wir diesmal geweckt und wir fuhren zum nächsten Tauch- und Schnorchelspott. Dieser war schöner als der Erste. Wir hatten dort eine Stunde Zeit, um zu schnorcheln bzw. für die die tauchen gehen wollten, zum Tauchen. Als wir nach dem Schnorchelgang wieder auf dem Boot waren, standen wir eine Stunde rum. Als ich fragte, warum wir warten, wurde mir gesagt, dass das Schwesterschiff mit einer anderen Gruppe einen Motorschaden hat, und wir es abschleppen. „Na geil“ dachte ich mir, muss ja nur genau pünktlich zurück kommen, da ich sonst meinen Bus zum nächsten Stopp verpasse. Es klappte aber alles und im Doppelpack liefen wir fast pünktlich wieder im Hafen von Airlie Beach ein. Ich schnappte meine Sachen und ging so schnell wie möglich zu der Gepäcklagerungsstelle. Da diese auch ein Buchungsbüro für Trips war und ich noch eine viertel Stunde warten musste, bis ich an mein Gepäck kam, buchte ich mein Skydiven für den nächsten Tag in Mission Beach. War sogar echt günstig. Also im Vergleich zu dem, was andere dafür bezahlt haben. Danach ging ich zur Bushaltestelle, stieg in den Bus und schon ging es weiter. Auf nach Mission Beach. Zu meiner ersten richtigen Mission. :) Juhuuuuu

Airlie Beach YHA

Dieses Hostel liegt an der größten Straße in Airlie und ist nur 3 min vom Strand entfernt. Das Hostel ist gut ausgestattet und bietet alles was ein Backpacker braucht. Die Zimmer sind sauber und groß genug, Auch gibt es ausreichend Steckdosen. Da jeder Zimmertyp ein eigenes Bad hat braucht man nicht gegen viele anderen Leute um eine Dusche kämpfen sondern nur gegen seine Zimmerkompanen. Die Angestellten waren freundlich und es wurde sogar jeden Tag im Zimmer sauber gemacht.

Abschließende Wertung: mittelgroßes sauberes Hostel im gewohnten, guten YHA-Standard

Eastcoasttour die Zehnte: Airlie Beach 30.01. – 01.02.

Airlie Beach war eigentlich, genauso wie Hervey Bay, wieder nur ein Ausgangspunkt für meine nächste Tour. Diesmal sollte es eine 3 Tage / 2 Nächte Segeltour zu den Whitsunday Islands sein. 74 Inseln im und am Great Barrier Reaf.

Um 10 Uhr mit dem Nachtbus in Airlie Beach angekommen war mit mir eigentlich so gut wie nichts anzufangen. Da ich aber erst ab 12:00 Uhr einchecken konnte, schlenderte ich verpennt durch die Straßen und holte mir erst mal einen Kaffee um wieder ein bisschen hoch zu kommen. Ich checkte um 12 Uhr ein und gönnte mir eine Mütze voll Schlaf. Viel konnte man an diesem Tag sowieso nicht machen, da das eintrat, wovor mich alle warnten. „Du willst jetzt die Ostküste hochtraveln? Ist grad die dümmste Zeit, weil Regensaison ist.“ Joa gut dachte ich mir, vielleicht hab ich ja Glück. Und außerdem ging es nicht anders. Bisher hat es ja auch immer geklappt. Und solange meine Segeltour nicht gecancelt wird, wie so viele andere Touren vor mir, dachte ich mir, ist alles okay. Gegen 6:00 Uhr wieder aufgewacht wusste ich, was sie alle mit dieser Wetterprognose meinten. Sturm… Extrem starker Wind und starker Regen peitschten gegen die Balkonfenster. Also beschloss ich nur schnell zur anderen Straßenseite zu rennen um mir was zu essen zu holen und ging dann wieder ins Zimmer. Dort traf ich dann auch zum ersten Mal 4 Schotten, die in meinem Zimmer waren… Ihr wisst jetzt bestimmt auch, wie oft ich „Sorry“ oder „Pardon“ gesagt habe :D Is ja schlimm ey, können die nicht ordentlich Englisch reden?

Am nächsten Tag hatte sich das Wetter ein wenig beruhigt und ich ging durch die Stadt um bisschen was von ihr zu sehen. Airlie hat genauso wie Brisbane eine sehr schöne Lagune. Die werden je höher man nach Norden kommt umso häufiger, da es im Wasser immer giftiger wird (Jelly Fishà Giftquallen). Nach dem ich ein wenig an der Lagune gesessen hatte ging ich zum Bäcker und holte mir Frühstück. Ein Schokobrötchen und einen richtig geilen Smoothie. Lecker :) Danach war es Zeit, meine Segeltour zu bestätigen oder besser gesagt, erst mal heraus zu finden, ob diese überhaupt stattfinden wird. Dort wurde mir bestätigt, dass wir am nächsten Tag um 14.00 Uhr auslaufen werden. Okay. Dann muss ja das Wetter gut werden, dachte ich mir. Nach unzähligen Unterschriften, dass es gefährlich ist und man sterben könnte und nochmal $25 ärmer, hielt ich dann endlich meinen Boardingschein in der Hand. Danach wurde es höchste Zeit, zurück zu gehen, da ich 17.00 Uhr zu einer Didgeridoo-Lesson gehen wollte. Dort lernte ich die Grundlagen des Didge-spielens. Es machte einfach nur mega viel Spaß. Ich unterhielt mich noch eine Weile mit dem Lehrer, der mir dann noch eine extra Vorführung gab. Ist einfach nur krass, was man auf so einem Stück Holz ohne alles, anstellen kann. Ich musste lange überlegen ob ich mir mein Didge schon da kaufe oder erst zum Ende meiner Reise aber ich hab mich dann doch für das Ende entschieden. Nach der Stunde ging ich mir noch was zum Lunch holen und so endete dann auch mein Tag.

Am nächsten Tag war ich pünktlich halb 2 am Treffpunkt für die Bootstour und das nächste Abenteuer konnte beginnen.