Auf dem Flyer sah die New Horizon, so hieß das Schiff, viel größer aus, als sie eigentlich war. Diesen Flyer sah ich aber im Reisebüro wo ich die Tour bestätigte auch zum ersten Mal, da ich die Tour ja schon in Port Macquarie buchte, auf Empfehlungen des Hostelchefs... Ich suchte im Hafen schon die ganze Zeit nach einem Schiff, wo 32 Leute mit 4 Crewleuten drauf passen sollten. Als wir dann aber das Boot in Sichtweite hatten, fragte ich mich schon, wie dort 36 Leute drauf passen sollen. Naja wir werden sehen. Wir stellten unsere Tüten (Rücksäcke waren nicht erlaubt, wurde aber gar nicht drauf geachtet) in der Kombüse ab und sollten uns dann am Vordeck einfinden. Dort wurde ein wenig allgemeines Zeug gelabert und die Zimmer eingeteilt. Dann fuhren wir los. Nach ungefähr 3 Stunden aufregender Fahr durch hohe Wellen kamen wir an einer ruhigen Bucht an, die unsere Schlafbucht sein sollte. Dort wurde uns dann auch Dinner bereitet. Baked Fish mit Kartoffelmus und Salat. Nach dem Essen bekamen wird dann noch eine tolle Rede unserer Köchin. „Don’t ask me which time we eat. Breakfast if Breakfast, Lunch if Lunch and Dinner if Dinner. And don’t ask me what to eat. You will see! It sucks to answer the same questions 32 times!” Joa, sehr nett dachte ich mir da bloß. Über 5 Ecken erfuhren wir dann noch, dass wir nicht zu lange machen sollten, da wir am nächsten Morgen schon zeitig raus müssen.
Halb 7 kam unser Diving Instructor auf einem Schnorchel trötend durch die Kajüte und weckte alle. Es gab das typische kostenlose Hostelfrühstück. Toast, Vegemite, Marmelade und Peanut Butter. Schön war, dass man sich zum Müsli Obstsalat nehmen konnte.
Gegen 8.00Uhr erreichten wir unseren ersten Spott, den weltbekannten Whithaven Beach.

Also nicht wirklich. Wir fuhren zur anderen Seite, wurden dann mit dem Beiboot zum Strand gebracht, liefen von dort zum Aussichtspunkt und von dort dann runter zum weißen Strand mit kristallklaren, blauen Wasser. Dort hatten wir 3 Stunden Aufenthalt. Ich war eigentlich die ganze Zeit nur im Wasser, da es am Strand einfach nicht auszuhalten war. Es war so heiß. Aber schön :) Besser als Regen oder Sturm. Ich hab sogar von einigen Leuten, die vorher auf den Booten waren und ausgelaufen sind, gehört, dass sie wegen schlechten Wetters nicht zu diesem tollen Strand fahren konnten. Das Wasser war zwar nicht so schön erfrischend wie sonst, da wir eine Stingersuite anhatten, aber besser als gar nicht im Wasser. Sicher ist Sicher. Unser Skipper gab uns einen tollen Vergleich warum man die anhaben muss, aber das schreib ich hier jetzt nicht. Könnt aber gerne fragen. ;) Nach den drei Stunden wurden wir wieder von unserem Beiboot abgeholt. Als alle wieder auf dem richtigen Schiff waren fuhren wir weiter zum ersten Tauchspott. Ominöser Weise war ich irgendwie auf die Liste gekommen, die das erste Mal tauchen wollten. Hmm, hab ich wieder mal was nicht richtig verstanden und einfach „yes“ gesagt :D . Aber egal. Probieren wollte ich es sowieso mal. Da ich erst in der zweiten Tauchgruppe war, konnte ich vorher noch ein bisschen schnorcheln gehen. Wir bekamen wieder eine Stingersuite, auch die Schnorchler, damit wir nicht in Berührung mit den blöden giftigen Quallen kommen. Beim Schnorcheln hatte ich noch einige Probleme, da meine Brille die ganze Zeit beschlagen war. Ich hatte zwar davor schon die Einweisung zum Tauchen bekommen, in der auch erklärt wurde, was man unter Wasser machen muss wenn man die Brille beschlagen oder Wasser in der Brille ist aber beim Schnorcheln ist es ja einfacher. Einfach ab, Wasser rein, raus und schon geht’s wieder. Bevor wir aber zum Tauchen gingen fiel mir aber wieder ein Tipp aus Ägypten ein, den uns der Schnorcheltyp gab. Danach klappte es top ;) Wer es wissen will kann gerne fragen, aber erklären tu ich das jetzt hier nicht. ;) Nach einer dreiviertel Stunde war es dann soweit. Ich bekam meine Weste mit der Flasche auf den Rücken, schnallte den Bleigurt um und ab ging es unter Wasser. Ich hatte vorher auch schon heimlich geübt die ganze Zeit durch den Mund ein und Aus zu atmen. Es klappte top. Und wir waren schneller als ich dachte in 4m Tiefe. Okay, das ist jetzt nicht wirklich tief, aber fürs erste Mal war das okay. Wir wären auch noch tiefer gegangen aber jemand aus unserer Gruppe hatte Probleme mit den Ohren und so blieben wir in dieser Tiefe. Erst war ich noch ein bisschen enttäuscht, da das Riff ziemlich abgestorben aussah, aber das änderte sich dann, je tiefer und je weiter wir dann vom Ausgangspunkt entfernt waren. Ich hoffe bloß, dass wenigstens ein paar Unterwasserbilder was geworden sind. Nach 45min kamen wir dann wieder am Ausgangspunkt an und wir wurden von unserem Beiboot abgeholt und zum Schiff gebracht.
Tauchen war fürs erste Mal eigentlich schon echt schön. Und ich werde es bestimmt wieder machen. Aber auf diesem Schiff war es mir einfach zu teuer.
Wieder auf der New Horizon angekommen, gab es überbackene Nachos als kleinen Zwischensnack. Wir fuhren noch mal etwa eine Stunde und waren dann an der Stelle angekommen, an der wir wieder für die Nacht ankerten. Dinner (Spaghetti) wurde serviert und nebenbei konnte man einen tollen Sonnenuntergang über dem Meer sehen.

Komischer weise startete der nächste Morgen wieder um die gleiche Zeit. Ne eine halbe Stunde später. Um 7 wurden wir diesmal geweckt und wir fuhren zum nächsten Tauch- und Schnorchelspott. Dieser war schöner als der Erste. Wir hatten dort eine Stunde Zeit, um zu schnorcheln bzw. für die die tauchen gehen wollten, zum Tauchen. Als wir nach dem Schnorchelgang wieder auf dem Boot waren, standen wir eine Stunde rum. Als ich fragte, warum wir warten, wurde mir gesagt, dass das Schwesterschiff mit einer anderen Gruppe einen Motorschaden hat, und wir es abschleppen. „Na geil“ dachte ich mir, muss ja nur genau pünktlich zurück kommen, da ich sonst meinen Bus zum nächsten Stopp verpasse.

Es klappte aber alles und im Doppelpack liefen wir fast pünktlich wieder im Hafen von Airlie Beach ein. Ich schnappte meine Sachen und ging so schnell wie möglich zu der Gepäcklagerungsstelle. Da diese auch ein Buchungsbüro für Trips war und ich noch eine viertel Stunde warten musste, bis ich an mein Gepäck kam, buchte ich mein Skydiven für den nächsten Tag in Mission Beach. War sogar echt günstig. Also im Vergleich zu dem, was andere dafür bezahlt haben. Danach ging ich zur Bushaltestelle, stieg in den Bus und schon ging es weiter. Auf nach Mission Beach. Zu meiner ersten richtigen Mission. :) Juhuuuuu