Montag, 8. Februar 2010

Eastcoasttour die Zwölfte: Mission Beach 03.02 – 05.02

Und dann war es endlich so weit. Ich kam an dem Ort an, wo ich meinen nächsten Traum auf meiner Australienliste abhacken konnte. Gegen 23.00 Uhr in Mission Beach angekommen bekam ich mein Zimmer und ging ich sofort ins Bett, da ich noch müde von den letzten Tagen war und ich am nächsten Tag zeitig raus musste. 7.30 Uhr wurde ich am nächsten Morgen abgeholt. Da ich schon bezahlt hatte, bekam ich nur eine Liste auf der ich wieder auf die Risiken hingewiesen wurde und unterschreiben musste… das übliche Palaber von wegen Riskant und tödlich. Ich unterschrieb und nahm dann auf dem Wartesofa platz. Dies war übrigens das einzige Skydiving Resort was es gibt. Es wurde echt alles geboten. Plasma-TV mit Sprungfilmen, kostenloser Kaffee & Tee… Ich konnte leider noch nicht in der ersten Gruppe springen. Aber dann ging es los. Wir wurden aufgerufen und uns wurden die Gurte angelegt und es wurden unsere Sprunginstructor bzw. Kameramänner vorgestellt. Wir fuhren zum Flugplatz und dann ging es los. Wir stiegen ins Flugzeug und bei ungefähr 9000feet habe ich mir überlegt dass es doch eigentlich bescheuert ist. Du bezahlst eine Menge Geld für 5 min um aus einem Flugzeug zu springen. Is das Ziel nicht eigentlich gesund wieder zu landen? Sch**** egal. Ich hab mich einfach nur mega darauf gefreut. Und dann war es auch schon so weit. Ich war der Erste, der von 14000feet sprang. Vor mir waren noch zwei, die aus 9000feet gesprungen sind. Wir saßen an der Kante, die Beine hingen raus und schon ging es los. Es war unbeschreiblich. Wer kann schon behaupten, dass er mit 200km/h auf die Erde zugeflogen ist. Sorry ich kann das jetzt nicht alles schreiben was ich mir dabei dachte aber es war einfach nur AMAZING. Die beiden geilsten Momente waren, als man an der Kante des Flugzeugs sitzt und die Beine durch den Wind weggedrückt werden und zum anderen, als der Fallschirm sich öffnet und alles im Körper zusammensackt. Nach ungefähr einer Minute des freien Falls öffnete sich der Fallschirm und ich konnte die restlichen 4 min mit steuern. Nach einer soften Landung wieder auf dem Boden angekommen wurde mir klar: „Das machst du wieder!“. Es macht einfach nur süchtig. Zurück im Jumpingresort wartete ich noch eine halbe Stunde und bekam dann meine DVD mit meinem Video und den Bildern. Ich wurde zurück ins Hostel gebracht wo ich lustiger weise Felix traf, der einen Tag vorher gesprungen ist. Wir gingen zu Woolworths und machten uns dann was zu essen. Nachdem er abgereist war, lies ich mich zu einem Ausgangspunkt für einen Rainforest-Walk bringen. Ich war komischerweise der Erste, der das jemals gemacht hat. Hmm, naja war auch irgendwie ein ganz schönes Stück zu laufen. Zumindest dann vom Ausgangspunkt zurück zum Hostel. Der Rainforest-Walk war nur 3,2 km. Okay, ich muss zugeben, ich war ein wenig unvorbereitet. Oder besser gesagt ich hatte einfach erwartet, dass es ungefähr so war wie sonst auch immer. Also schön Holzweg oder so. Aber ging komplett durch Wald und Gestrüpp. Und ich mit Flip Flops. Ich wusste nicht wonach ich als erstes gucken soll. Ob Krokodiele von links und rechts oder Spinnen und Schlangen von oben und unten. Nach dem ich ungefähr einen Kilometer gelaufen war, kam ich zur ersten Bucht. Ich sah Tausende von kleinen Krebsen, die zurück ins Wasser rannten. Es war nämlich grade low tide. Ich ging weiter. Wieder durch den Regenwald. Als es aber dann richtig laut raschelte drehte ich mich um und sah eine ungefähr 1,50m lange komplett schwarze Schlange hinter mir den Weg überqueren. Oh mein Gott… Ich ging trotzdem Weiter. Nach weiteren 500m auf und ab, und ungefähr 10 durchgelaufenen Spinnennetzen kam ich an einer Kuhweide an. Rechts Kühe, links Creekmündung ins Meer. Auf diesem lockeren Sand konnte man schön Schlangenspuren erkennen. Langsam wurde es mir echt ein wenig unwohl. Als ich dann weiter gehen wollte bemerkte ich, dass der Weg noch schlechter wurde und ich beschloss umzudrehen. Ich war echt glücklich als ich dann wieder am Strand ankam. Also aus dem Regenwald war. Also diesen Walk fand ich 10mal schlimmer als das Skydiven. So jetzt nur noch ins Hostel laufen… Auf Hälfte des Weges sollte normalerweise eine Flussmündung sein. Die fand ich dann auch, nach einer Stunde am Strand langlaufen. Na schön dachte ich mir, das Gleiche jetzt noch einmal. Ich wusste, dass ich an dem Punkt wo ich beim Skydiven gelandet bin nach oben gehen muss um dann auf der richtigen Straße zurück zu gehen. Ich lief und lief und lief aber fand keine Fahne vom Vormittag. Also entschied ich mich zur Strandstraße zu gehen und mal auf der Karte zu gucken, wo ich gerade bin. Es war noch ein ganzes Stück was ich vor mi hatte. Ich wurde sogar von jemand, der auf seinem Balkon saß gefragt, ob ich „lost“ bin. Nach weiteren zwei Stunden kam ich dann endlich wieder im Hostel an. Es war stockdunkel. Ich ging mir noch was zu essen machen und packte danach meine Sachen zusammen.

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