Mittwoch, 3. März 2010

Melbourne: 18.02. – 05.03.

Joa und schon kam ich in Melbourne an. Aber nicht am Hauptflughafen, sondern an einem weiter weg. War aber kein Problem, da ein Shuttle-Bus in das Zentrum Melbournes fuhr. Zum Glück fand ich auf dem Flughafen noch ein Prospekt von meinem Hostel, da es sonst schwerer geworden wäre, es zu finden. Ein Kumpel, der schon eine Weile in Melbourne war, holte mich zu dem noch an der Trainstation ab, an der der Bus hielt, und so war alles in Ordnung. Nach einem kurzen Walk fanden wir dann auch mein Hostel. Ich checkte ein und dann gingen wir ein wenig los und Felix zeigte mir schon bisschen was von Melbourne. Mein erster Eindruck war noch nicht so toll von Melbourne aber ich hoffe, dass es sich noch ändern würde, da ich ja immerhin dort arbeiten wollte.

Am nächsten Tag liefen wir wieder ein wenig durch die Straßen und wir besichtigten den schönen Botanischen Garten Melbournes. Da ich eigentlich die meiste Zeit versuchte einen Job zu finden, unternahm ich nicht sehr viel in Melbourne. Am Sonntag dem 20.02. gingen wir zu der Backpacker Expo, auf der wir hofften Jobangebote oder Tipps zum Jobfinden zu bekommen. Das war aber mehr oder weniger eine Luftnummer. Wir bekamen zwar mehr oder weniger gute Tipps aber richtig weiter geholfen hat es uns dabei nicht. Es wäre eine große Hilfe gewesen, wenn man ein neues Travelerlebnis suchte, aber nicht um Jobs zu finden. Übrigens, Südafrika ist grad enorm im Kommen als Backpackerland. Also: wer will? Am Montag hatte ich meinen Kurs für das so genannte RSA-Certificate, welches erlaubt Alkohol in einem Kaffee oder einer Bar auszuschenken. Dieser Kurs ging 4 Stunden und nach einer erfolgreichen Prüfung hielt ich mein Certificate in der Hand. Jetzt konnte ich also auch Ausschau nach Jobs in einer Bar, Restaurant oder im Cafe Ausschau halten. Unsere Hauptanlaufstelle zur Jobsuche war die super schöne Victoria State Library, da es dort freies W-Lan gab. Wir gingen auf alle Jobseiten, die wir finden konnten, blieben aber ohne Erfolg.

Das Schöne an Melbourne ist, dass es eine kostenlose Touristentram gibt, mit der man, mehr oder weniger schnell, da viele Stopps, von A nach B kommt. Diese nutzten wir auch um zu der Expo in der wunderschönen Royal Exhibiton Hall zu kommen. Die Ausstellungshalle lag hinter einem schönen Garten. Einen Tag waren wir so verzweifelt, dass wir uns entschieden unsere Daten an ein Agency zuschicken, von dem wir nicht so richtig wussten, was die Aufgabe in diesem Job sein wird. Die Antwort bekamen wir am nächsten Tag. Eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Hat sich ja eigentlich schon mal toll angehört. Dort angekommen wurde schnell klar, was die Aufgabe sein wird. Door to Door selling. Bei Leuten an der Tür klingeln und versuchen, Ihnen günstigeren Strom bei einem neuen Anbieter zu verkaufen… Ohne mich! Obwohl ich die Zusage bekam, wollte ich das nicht machen, da ich im Internet schon viele schlechte Meinungen über diesen Job gehört habe und es eine sehr schlechte Bezahlung gibt. Klar, wenn ich Muttersprachler wäre, wäre es einfacher aber so keine Chance. Über Facebook fand ich heraus, dass die zwei Schweizer, die ich auf der Whitsunday-Tour kennengelernt habe auch in Melbourne waren. Also trafen wir uns einen Abend und quatschten ziemlich Lange. Ja, gab viel zu erzählen.

Da wir auch mal den sehr bekannten Strand von Melbourne sehen wollten, beschlossen wir uns, am 26.02. mit der Tram zum St. Kilda Beach zu fahren. Felix wollte laufen, aber mit meinen Knien war das unmöglich. Als wir dann am Strand standen, und zurück in Richtung CBD schauten, waren wir auch froh, dass wir nicht gelaufen sind. Weil wir alleine schon 20min mit der Tram gefahren sind. Dieser Strand ist echt schön. Und von der am Morgen noch angekündigten Jelly Fish Plage haben wir zum Glück auch nichts mitbekommen. Leider gibt es nur sehr wenige schattige Plätze an diesem Strand, aber ich hatte Glück, da ich noch einen fand. Umkleidemöglichkeiten waren auch sehr rar. Dafür war das Strandcafe echt günstig.

Am Samstag, den 27.02. wollten wir uns auch mal was gönnen. Also beschlossen wir uns, ins Kino zugehen. Außerdem: was gönnen? Das war harte Arbeit alles zu verstehen :D. Wir fuhren in die drei Kinos die wir vom vorbeigehen schon kannten, beschlossen dann aber nicht in das teure IMAX zu gehen. Also gingen wir zurück zum Village Cinema, welches im Casino war und fast vor unserer Haustür lag. Geschaut wurde Shutter Island. Eigentlich ein echt guter Film aber ich weiß nicht ob es an der Sprache oder am Film lag, dass ich ihn nicht so ganz verstanden habe… :D

Da Felix schon so verzweifelt war, beschloss er, seine letzten 5 Dollar im Casino zu verzocken. Was hatte er zu verlieren. Also gingen wir uns Casino. Hauptsächlich stehen da nur Gambling Maschinen rum. Es gibt aber auch Poker, Blackjack, und so andere verrückte Spiele wo man sein Geld verlieren kann. Da die Automaten nur mit 1$ Münzen funktionierten, ging er zum Changer und wechselte das Geld. Wir hatten kein Plan, wie diese Automaten funktionierten, da man nur eine Taste zum Starten drücken musste aber egal. Er warf zwei Dollar rein und bekam somit 4 Spiele an diesem Automaten. Frag mich nicht wie, aber beim dritten Spiel gewann er 36$.Beim letzten Spiel verlor er wieder. Wir ließen uns die 36,74$ auszahlen und wollten gehen. Da er nicht mit dem ganzen schweren Kleingeld rumrennen wollte ging er zum Changer und bekam 35$ in Scheinen und 1,74$ als einen Voucher. Da uns dieser Voucher nichts brachte, gingen wir wieder an einen Automaten. Diesmal warf ich einen Dollar ein und er schob den Voucher in den Automaten. Wir hatten immer noch keinen Plan, wie diese Dinger funktionierten. Ich drückte und wir gewannen auf Anhieb 94,23$. Da wir nicht so enden wollten, wie alle anderen in diesem Casino ließen wir uns das Geld auszahlen und gingen. Tolles Erlebnis.

Am Montag wollten wir noch mal alles versuchen, um einen Job zu finden. Wir gingen zu 9 verschiedenen Baustellen und fragten, ob Labourer oder Helping Hands benötigt werden. Bei der zweiten Baustelle bekamen wir den Tipp, uns bei einem Job Agency einzuschreiben, was sich auf Labourervermittlung spezialisiert hat. Wir nahmen die Adresse und liefen dorthin um uns einzuschreiben. Nachdem wir aber überall abgewiesen wurden, beschloss Felix sich ein Ticket nach Albury zu holen und da, nach einen Fruit-Picking Job zu schauen.

Den letzten Abend von Felix in Melbourne gingen wir auf den Tower Eureka, auf dem die höchste Aussichtsplattform der Südhalbkugel ist. Ja ich weiß, das habe ich schon mal in Surfers Paradise geschrieben, aber ich wurde belehrt, dass Eureka höher ist. Wir waren so da, dass man die Stadt noch bei Tageslicht sehen konnte, aber schon langsam die Sonne unterging. Wir wollten nämlich auch noch ein paar Fotos bei Nacht schießen.

Am Dienstag gingen wir zum Bahnhof, ich verabschiedete Felix und danach ging ich ins Reisebüro, da ich vorher beschloss, dass es sinnlos ist, weiter in Melbourne zu bleiben. Ich ließ mir Angebote machen, wie ich nach Perth komme und dabei noch so viel wie möglich sehe. Ich beschloss, die Touren zu buchen. Ab Freitag bin ich dann weg.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen