Pünktlich früh gegen halb 7 wurde ich von meinem Hostel in Adelaide abgeholt. Nachdem wir insgesamt noch 9 andere Leute von ihren Unterkünften abgeholt hatten, fuhren wir aus der Stadt in Richtung Perth. Wir waren eine kleine Gruppe aus zwei Australiern, zwei Engländern, zwei Niederländerin, einer Norwegerin, einer Schweizerin, einen Amerikaner und mir.

Unser erster Stopp war Kamelreiten in der Great Deviding Range. Danach gab es Lunch bei Subway. Gestärkt ging es weiter zu unserem Nachtlager. Dieses war am Mt. Wudinna. Wir kletterten erst den Berg hinauf, beschlossen dann aber nicht bis zum Sonnenuntergang zu bleiben, da es viel zu windig war. Die Zelte wurden aufgebaut und es gab Chili Con Carne zum Abendbrot. Leider konnten wir kein Feuer anmachen, da es zu windig war. Am nächsten Morgen wurden wir um 6.00 Uhr geweckt und nach einem Campfrühstück fuhren wir um 7.00Uhr weiter. Wir fuhren zu einer Bucht namens Venusbay, an der wir einen Walk hatten und Delphine beobachten konnten.

Eine Seerobbe war auch sehr interessiert an den Wanderern, die sie beobachten. Bisschen im Wasser rumgesprungen und schon war sie wieder weg. Danach fuhren wir zu einer Bucht, an der wir mit Seals und Delphinen schwimmen konnten. Wir bekamen eine kurze Wetsuite an, nahmen unsere Handtücher und gingen in das eiskalte Wasser. Und mit eiskalt mein ich auch wirklich eiskalt. Wir liefen 50m ins Wasser und stiegen dann in das Boot, welches uns zu den Delphin und Sealspott schaffte. Wir bekamen unsere Taucherbrille und Schnorchel und kamen am ersten Delphinspott an. Man konnte nicht viel überlegen ob man in das Wasser rein wollte oder nicht. „And all in, hurry hurry“ und schon ging es los. Am ersten Spott hatten wir kein Glück, da keine Delphine da waren. Also ging es wieder auf das Boot und 100m weiter. Und wieder hieß es „fast, fast“. 15°C… Man hat die Kälte aber sofort vergessen als auf einmal die Delphine da waren. Einfach umwerfend, wenn die Delphine unter dir lang schwimmen oder man untertaucht und die Delphine dann mit dir spielen. Einmalig. Wir fuhren noch zu einem weiteren Spott, an dem sich das atemberaubende Schauspiel noch ein Mal wiederholte. Als wir dann wieder auf dem Boot waren dachte ich, dass es dann wenigstens bisschen wärmer wird, aber es war ein starker Wind und so hab ich einfach nur gefroren wie noch nie zuvor. Wir fuhren mit dem Boot zum anderen Ende der Bucht und sahen viele, faule und verpennte Seals am Rand liegen. Ein kleinerer Genosse konnte es nicht lassen und schwamm die ganze Zeit hinter unserem Boot hinterher. Und wieder hieß es ab ins Wasser. Ich fand, dass mit Robben schwimmen noch viel schöner war, da die sogar bis zum Gesicht kamen und dann abgedreht haben.

Es ist echt schwer zu beschreiben aber es war wunderschön. Nach ungefähr zwei Stunden war
es dann leider alles vorbei und wir fuhren weiter zu riesen Findlingen. Oder sah zumindest so aus. Vor vielen hunderttausend Jahren war das ein Steinplateau, welches allmählich erodiert ist und nur das harte Gestein übrig blieb. Das sah dann so aus.
Anschließend fuhren wir weiter zu unserer Unterkunft. Dem Office und zu Hause unserer Reiseleiterin und gleichzeitig Miteigentümerin der Tour. Es war aber nur ein kurzer Zwischenstopp, um die Sandboards ab zu hohlen. Sandsurfen :) hab ich mich schon die ganze Zeit wieder drauf gefreut gehabt. Diesmal war die Düne sogar noch viel größer und man konnte länger fahren. War wieder richtig guter Fun gewesen. Danach ging es zurück zu unserer Unterkunft, es gab Essen, die Zimmer wurden bezogen und dann ging es wieder los. Eine Nachttour durch das 120ha große Anwesen unserer Reiseleitung und ihres Mannes. Dieser fuhr uns in seinem Jeep über die Felder und erzählte uns verschiedene Dinge über sein Anwesen, Wildtiere und Sternbilder. Habt ihr schon mal die Ente im Himmel gesehen? Ich weiß jetzt wo sie ist. Er zeigte uns, welchen Schaden Wombats anrichten und was dagegen getan wird. Wir sahen sogar einige. Kängurus wurden auch genügend gesehen.
Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit :). Das erste Mal surfen. Yihaa. Und es ist einfach nur so geil. Macht so mega spaß. Da nur 4 von unserer Gruppe noch nie vorher gesurft waren, war unsere Gruppe klein gewesen. Fand ich gut. Nach dem wir am Land die Basics und Sicherheitshinweise bekommen haben, hieß es nach einigen Trockenübungen zum Aufstehen, ab ins Wasser. Am Anfang klappte es noch nicht so gut aber es wurde von Welle zu Welle besser. Da es nicht sehr hohe Wellen waren konnte man gut üben und lernen. Unser Lehrer war immer dabei und hat geholfen. Am Ende der zwei Stunden habe ich dann fast jede Welle gestanden. Wird ich auf jeden Fall wieder machen. Weiter ging es durch ein Dorf, in dem der größte Hai der Welt gefangen wurde zum Anfang der bekannten Nullabor Road. Das heißt nichts außer kleine Sträucher und Straße. Wir sahen das bekannte Drei-Zeichen-Schild und fuhren auf dieser Strecke, bis wir nach rechts auf die Strecke abbogen, die zu unserem Nachtlager führte. Unser „Nachtlager“ war ein altes Farmhaus. Ihr müsst die Bilder sehen. Ist schlecht zu beschreiben aber war schon echt ziemlich angsteinflößend gewesen. Zwei Wohnhäuser, eine Petrolstation und ungefähr 100 alte und verrostete Autos.
Wir schliefen in einem alten Farmhaus, welches ein wenig hingerichtet wurde, dass man drin schlafen konnte und vor dem noch funktionierenden Ofen sitzen konnte.
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