Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei… ? ! :D:D
Ich gehe zwar, aber ich verschwinde nicht.
Zeit um Auf Wiedersehen zu sagen. Ja auch das war der Fall. Eigentlich schon die ganzen 7 Monate, in denen ich im kleinsten Kontinent, aber einem der größten Länder auf der Welt „The Time of my life“ hatte. Denn immer wieder musste man den neuen Freunden auf Wiedersehen sagen. Manchmal klappte es, dass man sie sogar wieder sah. Viele werden aber wahrscheinlich nur in toller Erinnerung bleiben, die einen riesen Teil dazu beigetragen haben, meinen Aufenthalt zu einer atemberaubenden Zeit zu machen. Okay. Irgendwann muss auch mal Schluss auch sein. Auch mit dem melancholischen Zurückdenken. Es war eine wunderschöne Zeit, die leider immer irgendwann mal vorbei sein muss. Ich bin zwar gegangen, aber ich werde nie verschwunden sein, da wir über so viele Wege weiter verbunden sein können. Freunde, die ich hoffentlich noch ein Leben lang behalten werde.
Ihr fragt euch jetzt sicher, warum ich mich erst jetzt melde und es seit dem 15.5. nicht geschafft habe, etwas hier rein zu schreiben. Ja das ist eigentlich ganz einfach. Und zwar: Schon mal mindestens 55h in der Woche gearbeitet? Wenn ja, dann wisst ihr, dass man danach nicht mehr zu viel Lust hat außer einfach auf Party ähhh ins Bett zu gehen. Nein also ein typischer Arbeitstag war dann tatsächlich um 8 aufstehen, um 9 auf Arbeit sein, bis 10 dort arbeiten, danach zurück zum Hostel laufen, und dann evtl. noch mal raus auf Party. Man lebt ja immerhin nur ein Mal. Und was sollte ich auch groß schreiben. Ich habe halt nichts weiter gemacht als gearbeitet. Viel erlebt wurde da nicht. Aber ja ihr habt schon recht, ich habe von Arbeit geredet. Die letzten Zwei Monate meines Australienaufenthaltes waren für mich nur noch Arbeit, ohne viel Reisen. Eigentlich überhaupt keins. Ich arbeitete als Kitchenhand in einer Küche um die Arbeiten zu machen, die kein Koch machen möchte, ich arbeitete in einem sehr noblen Restaurant um dort hinter der Bar die besten Getränke zu mixen und zu servieren, ich arbeitete bei einer Cateringfirma und wurde unter anderem für große Veranstaltungen in Hotels oder im Casino als Bedienung gebucht und ich arbeitete in Gärten, Rasen mähen, Gartenpflege oder House moving Arbeiten.
Ja es war eine ganze Menge, aber es hat mir auch viel gebracht. Die Arbeit im Restaurant hinter der Bar bereitete mir aber am meisten Spaß, da ich dort das machen könnte, was ich schon immer extrem gern gemacht habe. Durch die Jobs im Garten oder beim Umzug bekam ich viele neue Kontakte und lernte tolle neue Leute kennen. Naja und wie man richtig einen Tisch deckt, abdeckt und serviert ist ja auch nicht schlecht, wenn man sowas weiß ;)
Okay es gab schon mal den einen oder anderen interessanten Moment. Unter anderem, als ich von Freemantle zurück in die City fahren wollte, und auf der Informationstafel angezeigt wurde, dass es Sicherheitsprobleme in der Stadt gibt und deswegen die Züge verspätet sein könnten. Da überlegt man schon erst ein Mal, was los ist. Das fand ich dann auch ziemlich schnell heraus. Nachdem die komplette Innenstadt durch Polizei abgesperrt wurde und ich einen riesen Umweg zu meinem Hostel machen musste erfuhr ich durchs Internet, dass ein geistesverwirrter NACKTER Mann auf eine riesen Werbetafel (15m hoch – 30m lang) mit einer Handfeuerwaffe stand und Leute die vorbeiliefen, anschrie. innerhalb kürzester Zeit hatte die Polizei die komplette Innenstadt abgeriegelt und Scharfschützen auf den umliegenden Hochhäusern platziert. Wem es interessiert: http://www.youtube.com/watch?v=gjmx9nqV0Qw
Es sieht zwar nach schönem, leichtbewölktem Himmel aus, aber es war echt windig an diesen Tag. Nach vier Stunden kapitulierte der Mann und wurde dann mit Polizeischutz in eine psychische Anstalt gefahren. Also ihr merkt, es gab auch andere Momente.
Aber auch Australien wird mich nicht das letzte Mal gesehen haben. Meine nächste Route steht auf jeden Fall schon fest. Und zwar wird es dann über Asien (Laos, Kambodscha, Thailand) nach Perth gehen, wo ich den Rest der Westküste bis nach Darwin hochtraveln möchte. Danach geht es dann für eine kurze Weile nach Bali um dann wieder zurück in Australien über Alice Springs runter nach Adelaide, um von dort nach Hobart auf Tasmanien zu fliegen. Nach einer Weile extrem Walking auf der grünen Insel geht es dann nach Melbourne um von dort nach Neuseeland zu fliegen und anschließend den Heimweg nach Deutschland anzutreten. Oder wer weiß, IBM gibt es auf der ganzen Welt.
Die Rücktour war, anders als die Hinreise nach Sydney seeehr entspannt. Ich hatte in allen vier Flügen mindestens 2 Plätze neben mir frei, wodurch ich es mir richtig bequem machen konnte. Und tollere Stop Overs über Singapur und Dubai kann man ja eigentlich gar nicht haben. Singapur fand ich am faszinierendsten, da es wirklich so war, wie es immer in den Filmen zu sehen ist. Im Hafen stehen riesen Schiffe an einander so dass man von oben eigentlich mehr schwarz der Schiffe, als blau des Wassers sieht. Die zwei Stunden Aufenthalt auf dem Flughafen vergingen extrem schnell, da es soo viele Geschäfte gibt, in denen es so viel zu sehen gibt. Danach ging es weiter nach Dubai. Sogar vom Flugzeug konnte ich die World Islands und Palm Islands sehen. Der Hammer :) In allen Flugzeugen konnte es dieses Mal auch nicht langweilig werden, da ich immer einen Bildschirm vor mit hatte, auf dem ich die neusten Filme und Serien schauen konnte. In Dubai hatte ich eigentlich nicht wirklich einen Aufenthalt, da ich nur von meinem Ankunftsgate zum Abflugsgate ging, und schon ging es über Frankfurt schließlich nach Dresden wo mich meine Eltern begrüßten.

„Life goes on“ sagt man nach einem Schicksalsschlag, aber ich beziehe es jetzt auch einfach mal auf meine Situation. Das Leben geht weiter. Sicherlich hätte ich evtl. noch ein kleines Monatchen länger bleiben können, um den Baumstämmen unseres Gartens aus dem Weg zu gehen, aber so konnte ich mich wenigstens schon wieder ein bisschen auf den Ernst des Lebens vorbereiten. Life goes on. Ich tat das, weswegen ich eher nach Hause gekommen bin, nämlich Papierkram für mein Studium und das Wichtigste: Eine Wohnung in Berlin suchen, die ich schließlich auch fand :)